Letzte Handgriffe sind vor der Abreise noch zu erledigen.
Die Fenster putzen, Wäsche zusammenlegen. Im Keller Ordnung schaffen. Platz
machen für die Erdäpfelsäcke, die schon jemand anderer mit der Mutter
runterschleppen muss.
Julie hastet an mir vorbei. Etwas murmelt sie. Ich verstehe nicht.
Jetzt rieche ich auch den kommenden Regen. Gleich schlägt der Blitz ins Eichenwäldchen ein.
Julie sieht mich an.
Wer bist du, fragt sie und hält den Kopf schief, um besser zu hören.
Ich überrage sie. Leicht gehe ich in die Knie.
Du bist meine Großtante. Ich bin die Kleine, die damals durchs Schlüsselloch schaute, weil ich neugierig war.
Es ist mir heute noch unangenehm, darüber zu sprechen.
Julie lächelt nicht. Ihr Gesicht bleibt ausdruckslos. Das macht mich befangen. Ich beginne mich zu schämen.
Irgendwo summt eine Fliege. In der Stube herrscht stickige Luft.
Julie atmet schwer.
Was tust du hier?
Ich erzähle deine Geschichte nach, so wie sie gewesen sein könnte.
Jetzt lächelt sie. Schiebt ihre Unterlippe ironisch vor.
Sie hat graue Augen. Sie flackern.
Jetzt tanze ich sozusagen nach deiner Pfeife. Du schreibst, wie du es gerne sehen möchtest. Ich bin deinem Wort ausgeliefert.
Sie dreht sich um und verschwindet hinter der Tür.
Verunsichert bleibe ich zurück.
Julie hastet an mir vorbei. Etwas murmelt sie. Ich verstehe nicht.
Jetzt rieche ich auch den kommenden Regen. Gleich schlägt der Blitz ins Eichenwäldchen ein.
Julie sieht mich an.
Wer bist du, fragt sie und hält den Kopf schief, um besser zu hören.
Ich überrage sie. Leicht gehe ich in die Knie.
Du bist meine Großtante. Ich bin die Kleine, die damals durchs Schlüsselloch schaute, weil ich neugierig war.
Es ist mir heute noch unangenehm, darüber zu sprechen.
Julie lächelt nicht. Ihr Gesicht bleibt ausdruckslos. Das macht mich befangen. Ich beginne mich zu schämen.
Irgendwo summt eine Fliege. In der Stube herrscht stickige Luft.
Julie atmet schwer.
Was tust du hier?
Ich erzähle deine Geschichte nach, so wie sie gewesen sein könnte.
Jetzt lächelt sie. Schiebt ihre Unterlippe ironisch vor.
Sie hat graue Augen. Sie flackern.
Jetzt tanze ich sozusagen nach deiner Pfeife. Du schreibst, wie du es gerne sehen möchtest. Ich bin deinem Wort ausgeliefert.
Sie dreht sich um und verschwindet hinter der Tür.
Verunsichert bleibe ich zurück.
Gabriele Pflug
sehr fein, deine julie hier zu lesen, liebe gabriele! wunderbare prosa!
AntwortenLöschenschön, dass alles wieder funktioniert :)
liebe grüße
deine diana
liebe Diana,
Löschenich bin auch sehr glücklich darüber, dass es wieder läuft.
danke für deine worte zu meiner julie. er ist ein herzenstext!
deine gabriele
Dieser kleine Dialog zwischen Julia und dem Erzählerinnen-Ich ist eine sehr schöne Idee. Die Regeln des Zeitablauf hast du damit außer Kraft gesetzt.
AntwortenLöschendiese stelle mag ich auch sehr!
Löschenda hatte ich das gefühl, ihr sehr nahe zu kommen!
liebe grüße
gabriele
Die direkte Begegnung zwischen Schöpfer(in) und Geschöpf, die gleichzeitig Figuren im selben Spiel sind, ist wunderbar!
AntwortenLöschenals ich die Julie schrieb, habe ich auch von ihr zu träumen begonnen.
Löschen...figuren im selben spiel-wie du es treffend formuliert hast!
gabriele