wahn und sinn

wir erklären die welt
wie eine nachrichtensendung
sprechen über natur
zwischen werbeeinschaltungen

durchschaut und durchsichtig
in glas gesperrt die blaue farbe der seele
bald ist das letzte geheimnis gechipt
und dein digitalisierter geist
träumt auf der intensivstation
von wehenden wäldern



Gabriele Pflug

Kommentare:

  1. Das trifft es!
    Oh, düster ist es in unserer Welt!
    Ich mag es nicht und versuche, so gut ich kann, mein kleines Gegengewicht zu setzen.

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Viele kleine Gegengewichte ergeben ein größeres...das ist meine Hoffnung! Halten wir daran fest!
      Alle Liebe zu dir hin
      Gabriele

      Löschen
  2. Dass mehr und mehr digitalisiert wird und alles, was damit zusammen hängt weitere Entwicklung erfährt, ist ja vielleicht gut oder auch weniger gut. Ich gebe zu, dass dies nicht mehr meins ist. Wo ist diese Heimlichkeit in der Vor- und Weihnachtszeit geblieben, dies nur als Beispiel. Wir können noch den Schalter umlegen und bis in unsere Kindheit schauen, in der wir zum Weihnachtsmann aufsahen mit großen Augen. Heute sind, egal wo und wann, die Köpfe gebeut auf Geräte,die längst das Leben bestimmen....

    Liebe Gabriele,
    ich bin so langsam wieder da, brauche noch etwas Zeit für mich, aber alles wird wieder gut.

    Lichterfüllte Stunden mit herrlichen Backdüften erfüllt wünsche ich dir
    herzlichst, Edith

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Edith,
      ich wünsche dir von Herzen, dass alles sich wieder zum Guten wendet!
      Ja, alles braucht seine Zeit!

      Alles Liebe
      Gabriele

      Löschen
  3. ein guter, nachdenklicher text, bei dem es mir besonders die letzten drei zeilen angetan haben, stark!
    deine diana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Diana,
      schön, dass dir der Text zusagt.
      Hoffen wir, dass es nie so weit kommen wird!
      Deine Gabriele

      Löschen
  4. Ja, sehr vieles wird (weg) rationalisiert.,Natur, Kulturen Menschen beschreiben ohne mit ihnen/unter ihnen zu leben ist ein trauriger Zustand. Herzlich. Priska

    AntwortenLöschen