Poesie der Natur VI


Weidenwuchs am Saum des Wassers
wohin der Schlaf mich führt
der Mond die Wellen kräuselt
pflücke ich Schneeblüten
aus eisiger Luft ist die Welt
verfangen im Geäst einer Januarnacht

Gabriele Pflug

Kommentare:

  1. Wunderschön, liebe Gabriele!
    ... hat was sagenhaft elfenhaftes.
    Und doch rätselaft und zum innehalten anregend ...
    Alles Liebe,
    Michael

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich danke dir für deinen herzerwärmenden kommentar!

      liebe grüße aus dem winterland
      gabriele

      Löschen
  2. Schönes Apo koinou: "pflücke ich Schneeblüten [aus eisiger Luft] ist die Welt verfangen..." - ganz stark auch das Bild von sich der im Geäst der Januarnacht verfangenden Welt - woher nimmst Du nur diese Bilder? Wow!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ich brauch nur aus dem fenster zu blicken, dann sehe ich diese bilder!

      danke für deine lieben worte!

      gabriele

      Löschen
  3. Wie schön du die Poesie der Natur notierst! Nicht nur in diesem auch in den anderen Gedichten lese ich mich tief ein.
    Die innige Verbindung zur Natur ist spürbar und macht das Lesen und Einfühlen zum Genuss.
    Ich mahg deine Wortbilder sehr!
    Gut, dass du dieses Blog geöffnet hast!

    Liebe Grüße,
    Silbia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deine wertschätzenden Worte!
      Ich darf das Kompliment zurück geben. Auch du hast eine ganz besondere Gabe, deine Gedanken zu Papier zu bringen!

      Mit lieben Grüßen
      Gabriele

      Löschen
  4. Liebe Gabriele,
    was hast du hier für ein wundervolles Bild erstehen lassen.
    Ein Winterbild mit Blick auf den Frühling, der noch in weiter Entfernung liegt.

    Herzlichst Bruni

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Bruni, es ist die Natur, die Geist und Körper zusammen hält und einen immer wieder hoffen lässt. Zumindest bei mir ist das so!
      Danke dir!
      Gabriele

      Löschen
  5. Immer wieder genieße ich - abgesehen von den fast durchsichtig zarten Bildern - die feinen Verflechtungen in deinen Texten, die einer scheinbar unschuldigen Naturbetrachtung ganz dezent weitere Schichten der Deutungsmöglichkeit hinzufügen. Hier wird mir das wieder mal besonders bewusst.

    AntwortenLöschen