grüne tage


hebt der garten an den atem
schlägt das unterholz wellen. nachts

flüstert der fliederbusch gedichte
für die gehörlosen dieser tage

wuchern viele namen, atemlos
in die hände der gärtner

es ist angebracht, wieder vom hellen
herz zu sprechen in dieser wildnis

sagt es sich leicht: licht und blatt
im windspiel des mondes

meldet das erdreich sich zu wort
 
Gabriele Pflug

1 Kommentar:

  1. so ein bezauberndes, verwunschenes, wunder-volles gedicht!
    diese strophensprünge sind so sehr gelungen, und wie sehr mag ich das bild vom gedichte-flüsternden fliederbusch - ich glaube fest daran, dass er auch die "gehörlosen" erreicht!
    wunderbar, liebe gabriele.
    ich lausche dir. so gern. immer!
    ganz herzlich,
    deine diana

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